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Bäume in der Altstadt

Veröffentlicht in: Aktuelles, Klima, Ortsbeirat | 0

Wie wichtig und wie erforderlich Bäume in der Mainzer Altstadt sind, ist in dieser Legislaturperiode öfter und intensiv behandelt worden. Bäume haben durch ihren stockwerkartigen Aufbau einen hohen Nutzen auf vergleichsweise kleiner Fläche. Erinnert sei z.B. an:
1. Sauerstoffproduktion, Auskämmen von Staub und Schmutzpartikeln aus der Luft
2. Regenwasserspeicherung über das Wurzelwerk, Wasserverdunstung, Luftbefeuchtung, Luftkühlung
3. Erzeugung von Luftdruckunterschieden und Luftaustausch
4. Lebensraum für Tiere und Pflanzen, v. a. für Vögel (Eichhörnchen, Fledermäuse, Insekten, Moose, Flechten…), Ganzjähriger Nahrungslieferant für Tiere (Blüten, Früchte, Blätter, Holz)
5. Schallschutz, Blickschutz, Stadtgestaltung (Gliederung und Verschönerung) und im Falle besonders prägnanter Bäume auch Identitätsstiftung (Naturdenkmale)
Alle diese Funktionen der Bäume, insbesondere die Beeinflussung der Luftfeuchte und Temperaturregulierung sind für ein gutes Stadtklima ausschlaggebend und hat jeder in den heißen Monaten gespürt.. Sie beeinflussen die Gesundheit der Altstadtbewohner. Darüber hinaus sind sie wichtige Elemente der Stadtgestaltung und tragen nicht nur zum Wohlfühlen sondern auch zur Identitätsstiftung bei. Das ist für uns sehr bedeutend.
Das Grün- und Umweltamt hat für die Jahre 2014 und 2015 berichtet, wo, wie viel und warum Bäume gefällt wurden. Auch eine Liste der (beabsichtigten) Nachpflanzungen wurde uns vorgestellt. Es besteht der Eindruck, dass die Zahl der Fällungen in den letzten Jahren gestiegen ist.
Wir fragen deshalb die Verwaltung:
1. Wie viel Fällgenehmigungen wurden jährlich von 2014 bis 2018 erteilt und ausgeführt? Hatten Stürme Bäume umgestürzt (wo, wie viele) oder mussten zur Gefahrenabwehr gefällt werden?
2. Gibt es außerdem noch Fällungen, die von anderer Seite (z.B. Landesseite) veranlasst wurden?
3. Wurde Bäume illegal gefällt?
4. Werden Bauvorhaben in der Altstadt z.Z. erörtert, die ohne dass Bäume gefällt werden müssen, nicht verwirklicht werden können?
5. Wie viel und wo konnten Bäume in den Jahren von 2014 bis 2018 neu gepflanzt werden?
6. Wie viel waren davon Nachpflanz- bzw. Ersatzpflanzverpflich¬tungen?
7. Wurden außer in öffentlichen Straßen noch an anderen Orten (z.B. Stadtplätzen) Bäume gepflanzt?
8. Welche Baumarten werden davon an Straßen überwiegend neu gepflanzt?
9. In welchem Verhältnis steht die verlorene zur neu gepflanzten Biomasse?
10. Da es wahrscheinlich ein Defizit gibt: Wie lange – schätzt die Verwaltung – wird es dauern, bis das Defizit ausgeglichen ist? Sollte deshalb die Zahl der Baumpflanzungen erhöht werden, wenn ja, um wie viele?

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